Das Unternehmen

recyclair ist ein Unterfangen wie kein anderes, in dem es nicht wie herkömmliche Unternehmungen auf traditionelle Ent-wicklungshilfe setzt, sondern die Unabhängigkeit von Menschen vor Ort und Sponsoren zuhause als Ziel hat.

recyclair hat das Ziel, Menschen in Entwicklungs– und Schwellenländern dabei zu unterstützen, ihre Umgebung aktiv zu schonen. Der Schwerpunkt des Projektes besteht langfristig darin, die Umwelt von Schadstoffen zu befreien.
Als Hilfsmittel wird ein mobiler und erweiterbarer Übersee-Container eingesetzt, welcher zwei verschiedene Recycle-Anlagen, sowie einen Dieselgenerator umfasst.

Dieser Container ist auf einem Truck befestigt und steuert verschiedene Orte an, um zu recyceln kostenfrei bereitzustellen. Dazu werden Anlaufstellen als Partner vor Ort eingebunden.

Hier soll Wasser aus Oberflächengewässern mittels Filtersystem in sauberes Trinkwasser umgewandelt werden. Dies wird gegen Abgabe von zu recycelnden Rohstoffen (primär Elektroschrott bzw. Kupfer und Kunststoff) eingetauscht. Die Ressourcen hierzu sind:
recycelbare Kabel, Motoren, Generatoren, Pumpen, Lüfter und Plastikflaschen.

Ein elementarer Baustein im System ist das differenzierte Vergütungssystem (Trinkwasser, Entgelte).
Weiterhin ist eine Bodenaufwertung durch Phytosanierung mit Schaumkresse (Arabidopsis halleri (L.)) geplant in Kooperation mit ansässigen Gartenbau-Betrieben.
Durch dieses kombinierte System soll der Bevölkerung eine bessere Lebensqualität ermöglicht werden.

Wiederverwendung von Ressourcen in der Umwelt bringt
neue Perspektiven wenn alle davon profitieren ...

Umsetzung vor Ort​

Ausgangspunkt ist das Wasserfiltersystem, welches das durch Umkehrosmose gewonnene Trinkwasser stationär in IBC Tanks leitet. Die durch Spenden und Green Marketing finanzierten Tanks fassen 1000 Liter und werden befüllt, sobald die Situation vor Ort gegeben ist und die Anlage betrieben werden kann.

Dies hängt von den vorhandenen Ressourcen ab. In den Anlaufstellen findet die Sammlung von zu recycelnden Materialien statt. Dazu gehören zum einen Kunststoffe und zum anderen Elektroschrott (Kabel, Motoren, Generatoren, Pumpen, Lüfter).

Beim Recycling von Elektroschrott wird primär Kupfer gewonnen. Dabei anfallende Sekundärmaterialien sind Aluminium sowie Eisen und ein Polymer-Mix aus Kabelresten.

Diese Produkte werden gelagert oder direkt an entsprechende Zwischenhändler vor Ort weiter gegeben bzw. verkauft. Ausgewählte Rohstoffe wie Kupfer und Eisen, für die in Europa eine hohe Nachfrage besteht, sollen dorthin verkauft werden.

Für die Abgabe von Kunststoff (Plastikflaschen, Kanister) findet eine reine Trinkwasser Vergütung statt. Abgegebener Elektroschrott wird mit Trinkwasser bzw. Geld vergütet.

 

Am Aufstellungsort werden die Anlagen, die auf Schienen laufen, durch ein zusätzliches Schienensystem erweitert und mit Hilfe zweier elektrischer Seilwinden aus dem 20” bzw. 40” Container entladen. Sodass Motoren, Generatoren, Pumpen und Stromkabel vor dem Container recycelt werden können. Die zur Verwendung vorgesehenen Anlagen haben sich am Markt etabliert und folgen dem “Plug and Play Standard”. Die Nutzung und Instandhaltung ist somit stark vereinfacht.

Standort und Akzeptanz

Für die erfolgreiche Standortwahl der recyclair-Überseecontainer kommen die Randgebiete von Städten in Frage. Hier finden sich meist die Mülldeponien und Slums.

In dem Müll befinden sich verwertbare Rohstoffe. In den Slums leben Menschen, die ihren Lebensunterhalt durch das Sammeln und den Verkauf dieser Ressourcen bestreiten.

Ausreichende Oberflächengewässer müssen für das Wasseraufbereitungsverfahren vorhanden sein.

Attraktiv für die Menschen ist das recyclair-Konzept durch den Betrieb vor Ort, die Ausgabe von kostenfreiem, sauberem Trinkwasser und ein marktgerechtes Entgelt für die Rohstoffe.

Die Standortwahl

Für die richtige Standortwahl der recyclair Überseecontainer kommen Randgebiete, Slams und Wertstoffdeponien infrage, in denen der Betrieb ohne Verzögerung aufgenommen bzw. angefahren werden können.

Dazu muss Oberflaschengewässer vorhanden sein, welche der lokalen Bevölkerung vor Ort dann Zugverfügung steht, kann im folgenden die Gesundheit dank sauberen Wasser verbessert werden.

Zielgruppen

Als Personen stehen die Menschen im Fokus welche am Zielstandorten leben. Dies können zum einen Menschen aus der unteren bis mittleren Einkommensschicht sein. 

So stehen wir für eine Möglichkeit trotz äußerlicher Einflüsse Wasser zu erhalten und die Umgebung von Schadstoffen zu entlasten.

dAS AUsmaß des FORTSCHRITTES ZEIGT SICH BEI NACHT